Projektergebnisse des M16 Moduls Tanz unter der Leitung von Lisa Wengler. Zusammenschnitt der Arbeiten von Janik, Casey, Nadine, Felicia, Ines, Elina, Ahmet, Vera, Daniela, Käthe, Deborah, Michelle, Mara & Stephi.

 

Auswahl an Zitaten aus den Reflexionsprozessen während des laufenden Semesters:

Es ist ein Lied, was ich vorher nicht kannte. Ich finde es schrecklich und würde es mir niemals alleine anhören. Und dann passierte etwas spannendes: Plötzlich hebt sich meine Laune, denn die Vorstellung mich zu dem Lied zu bewegen schien mir so absurd, dass ich lachen musste.

 

Ich habe mich bewusst auf etwas trauriges konzentriert, da ich finde, dass so Themen in unserer Gesellschaft vernachlässigt werden und keiner über so intime Themen spricht. Ebenso war ich gleichermaßen erstaunt und glücklich darüber, dass mich anscheinend diese Übung so beschäftigt hat, dass mir eine Träne gekommen ist.

 

Ich fühle mich ein bisschen, wie eine Übersetzerin bei der Tagesschau, die das Gesagte in Gebärdensprache übersetzt….Es tut gut meinen persönlichen Text, der für mich mit viel Enttäuschung und Trauer verbunden ist, körperlich darzustellen. Ich habe das Bedürfnis gesehen zu werden. Das Choreografieren hilft mir dabei.

Das fand ich wirklich beeindruckend, wozu dich ein Song oder besser gesagt Texte bewegen können.

 

Insgesamt merke ich, dass mich der Perfektionismus während dieser Arbeit sehr gepackt hat. Vermutlich auch deswegen, weil mir das Thema Krieg und Frieden und insbesondere der erste Weltkrieg und der richtige Umgang damit sehr am Herzen liegt.

 

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, denn nun habe ich meine erste eigene kleine Choreo geschaffen, was mich sehr stolz macht. Manchmal muss man einfach über den eigenen Schatten springen, um den Kopf freizubekommen und einfach drauf loslegen.

 

Es hat mir gefehlt in der Gruppe und einem großen leeren Raum zu arbeiten. Die anderen haben mich inspiriert und mir Sicherheit gegeben.

 

Tatsächlich bin ich eher der Typ Mensch, der bei Emotionalen Liedern mitsingt um sie zu fühlen, doch durch die Aufgabe habe ich eine andere Seite des fühlen eines Songs verspürt.

Zudem ist es so, dass ab einem Gewissen Punkt mein Körper anfängt sich zu verselbstständigen und meine Rationalität kann ihn nicht mehr bremsen. Die Gefühle strömen einfach aus mir heraus. Dieses Gefühl lässt mich unsicher und gleichzeitig mich auch irgendwie „nackt“ fühlen, weil ich meine Gefühle sichtbar nach außen trage. Dennoch war es ein sehr schönes und befreiendes Gefühl beim Tanzen, als würde man alle Sorgen für ein paar Minuten einfach wegtanzen.

 

Die schönen vergangenen Momente über die ich zu Beginn noch nachdachte, wurden wie von einer Welle der Realität eingeholt. Das Hier und Jetzt.

 

Schon während der ersten Minuten habe ich gemerkt wie sich meine Stimmung stück für Stück verbessert hat und die Bewegungen von ganz alleine kamen. Auch nach dem tanzen fühlte ich mich ganz frei und beschwingt.

 

Bei dem nächsten Abspielen des Liedes habe ich angefangen und mich einfach „fallen“ lassen. Ich habe versucht meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und es hat diesmal gut geklappt.

Die vielen Möglichkeiten an eigener Interpretation und Inspiration von Musik und Umgebung, dies harmonierte für mich sehr gut. Hatte ich beim Choreografieren eine Blockade und oder waren die aneinandergereihten Bewegungsabläufe für mich nicht stimmig, so half es mir, meinen Blick auf etwas Anderes in dem Zimmer, in dem ich mich befand, zu lenken.

 

Ich finde es schön wie Musik die Laune beeinflussen kann, auch wenn man sich nicht so fröhlich fühlt. Sobald man ein bekanntes Lied hört, verbindet man direkt Erlebtes und Erinnerungen damit.

 

Natürlich habe ich Gedanken, die mich ausbremsen wollen und mich wieder in die Richtung : das ist kein Tanz, du machst die Aufgabe falsch“ lenken wollen. Aber sie sind nicht so laut wie sonst.

 

So konnte ich neue Bewegungsabläufe entdecken und neue Möglichkeiten die verschiedenen Gegenständen für eine Choreografie zu benutzen. 
Zusätzlich konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen.

 

Ebenso lies ich die Musik erstmal auf mich wirken und merkte wie die Musik mich glücklich und regelrecht zum Tanzen aufforderte.

 

Ich fand es trotzdem interessant zu sehen, wie ich mich von Gegenständen so inspirieren lassen kann, dass mein Körper sich dazu bewegen kann, ohne viel davor nachzudenken oder zu überlegen.

 

Für mich stehen Vögel einfach für unendliche Freiheit und diese Freiheit hat sich auch beim Tanzen widergespiegelt…..  Es war für einen kurzen Moment als hätte ich einen Teil von meinen „Ich“ wiedergefunden.

 

Es sehr schön und hat sich auf einer Seite auch befreiend angefühlt an der frischen Luft zu tanzen. Draußen war es  sonnig und warm und währenddessen konnte ich öfter die Windbrisen auf meiner Haut spüren.

 

Es tat so gut, nach monatelanger Selbstquarantäne, diese aufgestauten Frustrationen rauszulassen.

 

Das freie Tanzen bringt mich näher zum Loslassen und auch zu meinen Gefühlen, die ich oft wegdrücke.

 

Ich merke, wie gut es tut, wenn die Gedanken mal nicht präsent sind und ich mich einfach frei den Bewegungen hingeben kann.

 

Die Bewegungen haben allerdings meine Gefühle sehr getriggert und nach dem Gefühl der Ausgeglichenheit hatte ich danach einen sehr emotionalen Moment mit vielen aufgestauten Gefühlen.

 

Ich stellte mir vor, dass ich gemeinsam mit den Personen aus dem Video performte. Ich bewegte mich immer wilder und fühlte mich super gut.

 

Andererseits war es auch ein erlösendes Gefühl, da ich meinen Kopf abschalten konnte und einfach drauf los tanzen konnte, ohne mir darüber Gedanken machen zu müssen wie es aussieht.